Unser üppiger Umgang mit Wasser im Haushalt

Wasser ist ein Grundthema der Klimawende. Sinkende Grundwasserspiegel in der Wasserversorgung sind traurige Wirklichkeit in Deutschland. Weniger Wasser im Haushalt zu verschwenden ist ohne große Kosten möglich und ein sehr effizienter Klimaschutz.

Mindestens die Hälfte des Wassers kann jeder Haushalt weniger verbrauchen, ohne dies als Einschränkung oder Sparzwang zu empfinden. Es fehlt aber an der entsprechenden Information und den Aufrufen zum Mitmachen. Mit den richtigen und praktischen Anleitungen könnten Millionen Liter, ja Kubikmeter Brauchwasser als Grundwasser im Boden verbleiben.

Stiftung Warentest hat vorgerechnet wieviel Energie (und Geld) eingespart werden könnte, wenn nicht hunderte von Litern Warmwasser völlig überflüssigerweise durch unsere Duschköpfe jagten. Zur Erinnerung: Der Energieverbrauch für Warmes Wasser aus Dusche und Wasserhahn ist in Haushalten genauso groß wie der Stromverbrauch aller Elektrogeräte zusammen.

Und im Gegensatz zu Waschmaschine und Spülmaschine können Dusche und Wasserhahn sehr einfach im Wasserverbrauch regelbar gemacht werden. Kleinteile von wenigen Euros genügen. Es gibt allerdings kein EU-Energielabel wie für andere Großverbraucher wie Kühlschranke, Trockner oder Waschmaschinen. Es gibt nur eine Label-ähnliche Auszeichnung des Wasser- und Energieverbrauchs. Dieses freiwillige Label UWLA.eu hat energiebewusste Länder wie Schweiz und Schweden als Vorbild. Das BMWK finanziert schon länger wassersparende Utensilien über eine bundesweite Aktion. Viele Firmen und Städte haben bereits entsprechende Projekte (siehe RCmannesmann.de) vorbereitet und durchgeführt.

Alles in allem wären die Möglichkeiten für ein MitMachen und nachweisbare energie- und wassersparende Erfolge und klimafreundliche Auswirkungen in diesem Bereich unglaublich hoch. Der Warmwasser-Energieverbrauch eines durchschnittlichen Dreipersonen-Haushaltes kann ohne großen Aufwand und große Anstrengungen mehr als halbiert werden. Ein eAuto hat laut Umweltbundesamt (UBA) einen Jahresverbrauch von ca. 2.000 kWh. Diesen zu halbieren wird Deutschland nicht mehr erleben, der Trend zu großen SUVs gilt auch für eAutos. 

Große Einsparungen beim Warmwasser sind nicht "nur" eine Frage der richtigen Information. Die Umsetzung in den Haushalten bedarf einer zielgerichteten Anleitung. Die erzielbaren Kostensenkungen machen sich leicht in dreistelligen Euro-Summen bemerkbar.